Freitag, 19. April 2013

Die Woche in Stichpunkten

Heute nehme ich mal die Vorlage für den Wochenrückblick, die so viele von Euch auch benutzen, weil mir der Füller diese Woche nicht gefällt. =)

[Wetter] Wechselhaft. Montag erzählte mir die Friseuse im Verschwörerton, sie habe gestern die Heizung gar nicht mehr angeschaltet! Mittwoch war es warm, aber trübe; gestern bei meinem Bruder sind wir auf dem Spaziergang ordentlich ins Schwitzen geraten - Sonne pur. Heute ist es etwas kühler, also wie normaler Frühling eben.

[Bewegt] Mich selbst zwischen Metropole und Kleinstadt immer hin und her. Die ersten Sachen in die neue Wohnung. Den Scheuerlappen in der Wohnung. Mich haben viele Gedanken bewegt. Und gestern hat mich ein Gespräch mit meinem Bruder sehr bewegt. Es ist gut, zu wissen, daß es ihm gut geht. Und es ist mir geradezu eine Ehre, für ihn nicht nur die kleine Schwester zu sein, sondern wirklich eine Schwester. Bei 14 Jahren Abstand ist das nicht selbstverständlich. Außerdem ist er ein Geschenk des Himmels.


 [Gesehen] Viele interessante fremde Menschen. Richtig süße kleinstädtische, gemütliche kleine Ecken in der Metropole, die irgendwie den Krieg überlebt haben und geradezu surreal zwischen all den Hochhäusern stehen. Eine neue Oper. Ein Meer von Knospen. Blauen Himmel. Berlin von oben.

[Gehört] Radio, Oper, Kinder am Klavier, Turandot auf CD, Komplimente über die Intercom auf der Arbeit, viele Fremdsprachen in einem Raum, Vögel in unfassbarer Lautstärke.

[Gelesen] "Out of Body" (bin noch dabei), Klavierauszüge, Bahnfahrpläne, Blogs, Foren.

[Gegessen] Wie immer: Brot mit Tomaten, Nudeln mit improvisierten veganen Saucen, Salat, Obst, Sojajoghurt, Sojapudding, vegane Schokokekse (hmmm!), gestern seit langem mal wieder Pizza.

[Getrunken] Kaffee, Tee, Orangensaft, Wasser, Met.

[Gefreut] Tierisch über das Chefgespräch am Mittwoch.

[Geärgert] Nö.

[Gedacht] Mein Bruder ist doch ein ganz besonderer Mensch. - Man muß schon Dinge einfordern, von alleine werden sie einem nicht hinerhergetragen. - Seit ich mir meines eigenen Wertes bewußt werde, bekomme ich Anerkennung und einfach freundliche Komplimente von ganz unerwarteten Seiten. Schön, dann mache ich das weiter so. =)

[Gelernt] Mit Menschenmassen komme ich immer noch nicht zurecht.

[Gekauft] Einen Schrubber, der beim ersten (!) Benutzen kaputt ging, so daß ich die ganze neue Wohnung auf den Knien geschrubbt habe. Fliegenklebefallen. Ein großes Glaswindlicht und eine große Kerze dazu. Obst, Brot, Sojapudding - neue Sorte "Karamell", ich bin gespannt. Ein paar Klamotten für den Sommer in einem ganz tollen Second Hand Laden, denn mir fallen einige Sachen schon regelrecht vom Leib - teils aus Altersgründen, teils, weil sie mir zu groß werden.

[Spirituelles] Äh. Nö, nicht direkt. Ich habe beim Fensterputzen der neuen Wohnung Radkreuze als Schutzsymbole auf die Scheiben gemalt, falls das gilt. ^^ Mit Mistelöl diesmal, das fühlt sich total gut an und riecht ausgesprochen lecker.

[Kreatives] Ein Lied fertig geschrieben. Da ich das vor sehr langem angefangen hatte und das Notenheftchen dauernd herumschleppe, waren Text und Melodie der ersten Fassung prakisch unleserlich geworden. (Ich schreibe ja ganz altmodisch mit Bleistift.) Ich konnte also bei fast Null wieder anfangen, aber das ist nicht schlimm, denn so kam ich unverhofft zu einer neuen Strophe und einer damals nicht geplanten Modulation nach E-Dur, und das in nur einer Stunde. ;-)


Und sonst so? Es is nie zu früh, es sich in einer Wohnung hübsch zu machen: Der erste rübergetragene Gegenstand war ein Eimer, der zweite eine Vase.

Mein Gerichtstermin wegen des Autounfalls vor über zwei Jahren hat nur ergeben, daß die Klage möglicherweise nicht zulässig ist weil mein Streitgegner unter Umständen in diplomatische Immunität fällt. Subba.
Der Cheftermin dagegen war wunderbar: Ich sagte, für das Honorar der Kollegen würde ich nicht weiter dort arbeiten, denn mein Aufwand ist einfach erheblich höher. Ich wohne ja 1,5 Stunden entfernt. Ich wollte 50% mehr - das war auch die Summe, die damals für meine Festanstellung als Berechnungsgrundlage diente. Er meinte, ja, das sei ein Problem, daß ich damals so gut verhandelt hätte. (Ich finde ja nicht, daß das ein Problem ist. ^^) Und er könne ja nun nicht für mich eine Ausnahme machen, wie solle er das rechtfertigen? Ich stimmte ihm zu und strahlte ihn freundlich an.
Ich mag den Mann wirklich gerne - er macht seinen Job gut, was ihm natürlich nicht nur Sympathien einbringt. Sein Job ist es, gute Leute zu finden, die für möglichst wenig Geld gute Arbeit leisten. Dann meinte er, wenn ich mich um 5 € pro Dienst (ein Dienst = 3h) herunterhandeln ließe, würde er dieses Geld dann für alle Honorarkräfte ansetzen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Und natürlich habe ich zugestimmt. Das bedeutet nämlich, alle anderen werden ab sofort um 20 € hochgestuft. Und ich kann mir jetzt meine Termine selbst aussuchen und zu- oder absagen, wie es meine sonstige berufliche Lage zuläßt. Perfekt.

So, jetzt habe ich genug geschwafelt und der Boden drüben müßte trocken sein - jetzt gehe ich wieder räumen.

Kommentare:

Ashmodiel hat gesagt…

Wun-der-bar!
Alles super! ich freu mich =)

Hummel hat gesagt…

Ich au-huuuch! =) Habe schon Teppiche, einen Tisch, Badschränke, das Sofa und die schwere Holzkiste, die als Couchtisch dient rübergeschleppt und dazu jede Menge Inhalt - und jetzt reicht es mir wieder erstmal. Darum habe ich beschlossen, den Geschirrspüler einzuweihen, statt mich an die Spüle zu stellen. =) Zumal ich ja keinen Tisch mehr hier habe, auf dem das Geschirr abtropfen könnte.

Silberweide hat gesagt…

Das klingt ja super positiv - Glückwunsch!

Herzliche Grüße
Silberweide

athena hat gesagt…

Wie cool ist das denn bitte?! JUHU! ♡ Und die Vase da auf dem Boden schaut übrigens schon wunderbar einladend aus, freue mich sehr auf den Rest via Skype-Dingsda ;-)