Freitag, 14. November 2014

Freitagsfüller

Den habe ich ja schon lange nicht mehr gemacht. :)

1. Der Spaß am Yoga wächst wöchentlich. Letztes Mal stand die gesamte Übungsreihe unter dem Motto Feueratem. Schon bei der ersten vorbereitenden Übung hat es mich erwischt: Ich bekam einen Lachflash. Ich mußte lachen und lachen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Die Tränen rannen mir in Strömen die Wangen hinunter, während um mich herum alles im Schneidersitz feueratmete und vorne rechts ein BH-loses Walroß schnaufte, während die Instrukteuse mir direkt gegenüber saß und sich offenbar nicht netscheiden konnte, wie sie damit umgeht, und ich war mir selbst völlig ausgeliefert. Ich konnte einfach nicht aufhören. Ich versuchte, das fast schon hysterische Lachen mit Feueratem zu kaschieren (*prust* - *luftschnapp* - *prust* - *luftschnapp*…) aber es wurde eher noch schlimmer. Irgendwann vergrub ich den Kopf in den Händen und versuchte nur noch, jedes Geräusch zu unterdrücken, um die konzentrierte Erleuchtungsstimmung nicht zu stören.
Ob das wohl eine Art umgekehrte psychosomatische Reaktion war? Wenn der Körper auf die Belange der Psyche reagieren kann, muß das doch auch andersrum möglich sein. Ein soma-psychotisches Lachen sozusagen durch übermäßige Zwerchellbenutzung.
Nach der Stunde kam die nette junge Frau, die sich den "ich war schwanger"-Speck abtrainiert und fragte mich voller Wärme, ob es mir denn besser gehe jetzt, ich hätte ja so geweint. Ach herrlich, gleich noch ein Grund zum Lachen.

2. Die Hummelmama ist einfach ein großartiger Mensch.

3. Meine erste Weihnachtsdeko in diesem Jahr werden wohl wieder im Wald gesammelte, heruntergefallene Tannenzweige sein, die ich in meinen Kerzenhalter packe. Aber mir ist derzeit alles außer weihnachtlich. Es nebelt ganz wunderbar, nieselt, der November zeigt selbstbewußt seine geheimnisvolle Persönlichkeit. Lassen wir ihn doch erstmal, ist ja kurz genug.

4. Hund kraulen ist keine Lösung. Aber Hund nicht kraulen ist definitiv ein Problem. :)

5. Oh je, da habe ich doch in der letzten Chorprobe mal wirklich einen Brüller losgelassen. Also nur einen leisen. Aber wenn ich schlechte Laune bekomme, merkt man das doch sehr schnell und sehr eindringlich. ;-) Ich verstehe ja alles: Leute, die neu sind und nicht so schnell nachlernen können; Leute, die richtig übel private Probleme haben und sich kaum konzentrieren können; Leute, die täglich 10 Stunden arbeiten und hundemüde sind… denn erstaunlich aber wahr: ein Chorleiter hat genau dieselben Sachen an der Backe, muß auch damit zurechtkommen und noch das Animationsmännchen für alle sein. Aber ich verstehe NICHT, warum man etwas so einzigartig Schönes wie Musik nur so larifari macht. Ich begreife es nicht. Wenn ich Probleme habe, geht es mir nur von guter Musik besser, nicht von dahingerotzter. Wenn ich müde bin, werde ich von einem schön gesungenen Stück aufgebaut, nicht von einem dahingeleierten. Und wenn ich in drei Wochen Konzert habe, muß ich mich einfach mal die eine Probe in der Woche am Riemen reißen. So, Diktator hat gesprochen.

6. Geht mir weg mit Plätzchen backen. Ich esse zu ungern Süßes, um daran Spaß zu haben, es sei denn, von irgendwoher taucht eine Sonderkomponente auf wie ein schöner Nachmittag mit Freunden und Puderzucker oder so. Aber ich alleine werde keine backen. Ich habe mir allerdings vorgenommen, das Bratapfelexperiment in diesem Jahr zu wiederholen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Arbeit und vielleicht noch etwas zocken, morgen habe ich Arbeit geplant und Sonntag möchte ich meine Ruhe.


Kommentare:

athena hat gesagt…

Ach, wir hätten wunderbare Stunden mit Plätzchenbacken verbracht... *schwärm* Mit rotem Sekt und Puderzucker und unmengen von Schokolade...

Hummel hat gesagt…

Was'n roter Sekt? Sekt aus Rotwein? Hab ich noch nie gesehen. Aber in puncto Alkoholika ist Deine Bildung ja ohnehin umfassender als meine. ;-) Jaaaa, Du hättest gebacken und ich hätte die Schüssel ausgekratzt. Nomnomnom. <3