Freitag, 31. Mai 2013

31 Bücher, Freitagsfüller, Suchbegriffe

Um gleich mal alles abzuhaken, womit ich mir eine Pause vom manischen Wohnungputzen gönne. ^^

[Tag 23] Ein Buch, bei dem Du weinen mußtest: 

Winnetou IV. (Nicht lachen.) Ich mußte tatsächlich pausenlos weinen, sogar bei wiederholtem Lesen (und ich habe es wiederholt gelesen). Außerdem bin ich seither (so seit 20 Jahren) der festen Überzeugung, daß Karl May homosexuell war. Vielleicht war das auch der Grund, warum das mein absolutes und dennoch heißgeliebtes Tränenrührbuch war - weil es eigentlich die ganze Zeit um eine unerfüllbare Liebe geht. Vor Kurzem fand ich diese Theorie sogar irgendwie untermauert, denn ich habe seine damals gewählten Buchcover von Sascha Schneider entdeckt:


Wunderschön, nicht?

[Tag 24] Ein Kinderbuch in Deinem Regal:

"Keine Angst vor Ungeheuern" von Chris Wormell. Habe ich für meinen Neffen und Taufpaten gekauft und fand es so toll, daß ich mir selbst ein zweites Exemplar gegönnt habe.

Und damit zum Freitagsfüller:

Ich warte auf den Tag, an dem mich Menschen nicht nach dem beurteilen, was sie erlebt haben, bevor wir uns überhaupt kannten, ohne mir eine Chance zu geben, einen eigenen Eindruck zu schaffen. Ich schätze, das ist wie das Warten auf Godot.

Ich bin zwar kein sehr ordentlicher Mensch, aber ich hab's gern sauber - deshalb bin ich, sobald ich einen Putzlappen in der Hand halte wie heute schon den ganzen Vormittag, überaus sorgfältig.

Drei Dinge auf meinem Tisch: Computer, Kaffeetasse, Marco Polo Irland.

Der Gedanke an meinen Urlaub im Juli in Nordirland läßt mich gelegentlich völlig abgedreht übermütig durch die Wohnung tanzen.

Was macht eigentlich ein totales Charakterschwein, wenn man ihm Arme und Beine abhackt und es selbst zum Pinkeln auf fremde Hilfe angewiesen ist?

Ich liebe Rhabarber.

Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich mäßig auf ein Konzert, bei dem ich als Korrepetitor einspringen muß, morgen habe ich geplant, eine Hochzeit zu spielen und danach muß ich arbeiten, und Sonntag möchte ich nach einem weiteren Open Air Konzert zur Mittagszeit endlich mal wieder am Abend die Beine hochlegen können.

Und zu guter Letzt die Suchbegriffe des vergangenen Monats. Hier haben mich wieder einige alte Freunde besucht:

brummt sich
hummels flug und
hummelsflug.blogspot.com --> Ich glaube, das funktioniert nicht. Die Endung ist .de, sonst wird die Seite nicht angezeigt.

Auch drache reiki by blogspot war wieder dabei. Mönsch, der arme Drache ist immer noch krank.

Neu dagegen sind

ich in letzter Zeit - Ja, Du wieder, alter Schwede, und gerade in letzter Zeit *schenkelklopf*…

ich verbinde damit - Hmm. Verbindung unterbrochen.

niemand guckt mich an - Ja, Du sitzt auch vor einem Computerbildschirm. Geh doch mal raus.

notenpapier mit katzen als noten - Das klingt nach der Art von Niedlichkeit, die bei mir sofortigen Brechreiz verursacht. Ich könnte mir allerdings sowas vorstellen wie einen Säbelzahntiger anstelle einer Fermate. *kicher* Oder ein Faultier in dem Takt mit der Generalpause. Oder eine Ringelnatter statt Notenschlüssel. Oder ein Entenküken statt Vorschlagsnote. So betrachtet ein supercooler Suchbegriff, ich fühle mich direkt inspiriert, eine Mail an Sibelius zu schreiben.

sojastücke süß - kenne ich nicht. Was macht man denn daraus? Die normalen sind ja sehr lecker als deftige Beilage.

symbol nicht in den müll werfen - Genau. In der Sammelstelle abgeben. *augenroll* Manchmal frage ich mich, wo bei allem Glauben ans Gebet oder Rituale oder wessen immer der Einzelne sich so befleißigt, der stinknormale Pragmatismus bleibt.

Auch 'ne gute Untermalung, wenn man mit dem Schrubber durch die Wohnung reitet:


Und meine Big Pictures folgen morgen oder übermorgen. Habt ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 29. Mai 2013

31 Bücher

[Tag 22] Das letzte Buch, das Du geschenkt bekommen hast:

Dieses hübsche Rezeptebuch, und zwar von Athena, die auch gleich das erste Rezept hineingeschrieben hat. Inzwischen besitzen es noch zwei weitere Freundinnen, und ich hoffe, die geplante Rezepte-Austausch-Aktion kommt auch noch zustande.



Entgegen meiner üblichen Zettelwirtschaft habe ich sogar schon einige Rezepte hineingeschrieben. Vielleicht stimmt es, was Pferdetina sagte, als ich ihr erzählte, daß meine neue Wohnung eine richtige Küche hat: "Wenn wir nicht aufpassen, werden wir noch bürgerlich."

Falls ja, dann hoffentlich so:


Dienstag, 28. Mai 2013

31 Bücher

- und wieder im Sattel. Ich bin zwar immer noch erkältet (es scheint einfach im Kreis zu wandern), aber ich gehe jetzt einfach wieder arbeiten, ist ja kein Zustand so. Heute früh war ich beim Gruppendruck-CT, was hustend etwas doof ist, und jetzt bin ich voller Kontrastmittel, was ich auch doof finde, aber ich kippe jetzt einfach massenhaft Flüssigkeit hinein und wollte demnächst ohnehin mal eine Fastenwoche einlegen. Jetzt aber wieder zu den Büchern.

[Tag 18] Ein Buch Deiner Lieblingsautorin / Deines Lieblingsautors:

Ich mag mich da gar nicht auf einen Menschen festlegen, aber ganz sicher zählt Terry Pratchett zu meinen Lieblingen und da würde ich bespielhaft mal die Tiffany Weh Reihe nennen.

[Tag 19] Dein Hassbuch:

Da gibt es ein ganz klares und ich habe leider seinen Titel vergessen. Also das ist so: In den letzten Jahren schenkten mir dauernd Leute, die ich kaum kenne, Bücher über Nahtoderfahrungen. Von "Den Himmel gibt's echt" bis "90 Tage im Himmel" war alles dabei. Es war wirklich irgendwann unheimlich und im Laufe der Zeit stieg bei mir der innere Drang zu sagen: "Ich weiß, daß es zu Hause toll ist, jetzt führe mich doch nicht in Versuchung!".
Jedenfalls war eines dieser Bücher ein ganz unglaublich unsägliches, geschrieben von einem amerikanischen Pastor irgendeiner Subkirche. Dieses Buch war so voll mit Selbstbeweihräucherung seiner Person, seines Glaubens und seiner Kirche, daß ich wirklich ein einziges Mal in meinem Leben ein Buch im Mülleimer versenkt habe. Er schrieb davon, daß alle Leute demütig aber glücksselig zum Thron Gottes wandern und daß ihm die große Ehre zuteil geworden wäre, direkt mal an den Thron gerufen zu werden. Er beschrieb die Straßen, die aus Gold und Edelsteinen bestünden und die allerprächtigste Straße sei den Missionaren vorbehalten. Und lauter so [Schimpfwort einfügen] den man wirklich nur fassungslos anstarren kann. Un-glaub-lich.

[Tag 20] Die schlimmste Buchverfilmung:

Öhm. Ich habe gehört, es gäbe Scheibenweltromane als Trickfilme oder Animes, das stelle ich mir ganz grausam vor, aber ich habe nur die Trailer gesehen, da ist ein Urteil vielleicht nicht ganz fair.

[Tag 21] Das Buch mit dem schönsten Cover in Deinem Regal:

Da muß ich gleich mal fotografieren. Moment… so, hier:


Das zur Linken ist von Edith Holden - "The country diary of an edwardian Lady". Es ist genau, was der Titel sagt: Ein Landtagebuch. Sie schrieb über die Natur in ihrem Garten und illustrierte jede Seite mit wunderwunderschönen, filigranen Bildern von Pflanzen und Tieren, die ihr so begegnet sind.
Das andere Buch ist ein Kochbuch mit dem Titel "Feuer sprühe, Kessel glühe". Ich habe es vor Jahren allein wegen des Zitats gekauft. ;-)  Es ist natürlich ein Allesfresserkochbuch, aber man kann ja praktisch jedes Rezept vegetarisieren, daher behalte ich es auch. Der Einband ist aus Samt, nur das Bild und die Goldbuchstaben sind glatt aufgedruckt, und das finde ich besonders schön.

So, damit habe ich wieder aufgeholt bis heute. Fehlen noch 10 Bücher undich habe festgestellt, daß eine Frage eindeutig fehlt: [Ein Buch, das Dir immer Trost spendet.] Für mich wäre das das Anam Cara von John O'Donohue (der übrigens auch ein großartiges Vorwort zu meiner Ausgabe von St Patricks Confession geschrieben hat).

Habt Ihr auch sowas? Ein Buch für die ganz dunklen Stunden, wo man sich einfach nur noch an den Worten eines weisen Menschen festhalten möchte?

Hardcoreveganer bitte mal weggucken:


"Double!" - "No, you must say 'double' double!"  *prust*

Sonntag, 26. Mai 2013

Kleiner Spaziergang - kommt Ihr mit?

Ich war vor 2 Wochen mal wieder ausgiebig im Wald stromern. Schließlich beginnt er nur 2 Straßen weiter - ein Genuss für einen Menschen wie mich, der Grün tanken muß, wenn es ihm schlecht geht und der den Regen ebensogern auf der Haut wie auf der Fensterscheibe hat. Und da habe ich doch glatt  mitten im Wald eine wilde Verfolgungsjagd miterlebt. Aber eines nach dem anderen.

Es war früher Abend, trocken, aber windig und wolkig und angenehm mittelwarm.


Ich lief zunächst einmal in einen ganz typischen Stangenwald hinein. Die werden hier gebietsweise als Nutzwälder angepflanzt und wurden es auch immer: Brandenburg ist sehr sandig, und nur Kiefern und Birken fühlen sich hier sauwohl und halten ein wenig Grundwasser (das ja von uns abgepumpt und nach Nord-Sachsen-Anhalt geleitet wird, grummel) im Boden. An den Stellen, wo es feucht ist (wir haben ja auch viele Seen) dagegen sprießen wilde, bunte Mischwälder und man möchte tagelang hindurchlaufen. Da beide Waldarten sehr ausgedehnt vorkommen, geht auch schonmal der eine in den anderen über.





Unterwegs begegnete mir ein Stück Wurzelholz, das aussah wie ein Känguruh im Sprung.



Toll, nicht? Ich habe es im Wald gelassen - sah so aus, als wäre es da zu Hause. =)
Und dann hörte ich auf einmal ein leises Geräusch: Flupp, flupp, flupp machte es und vor mir - auf dem nächsten Foto leider kaum zu erkennen, hoppelte ein Hase durchs Unterholz. Er schlug Haken, blieb hier und da mal regungslos sitzen und zischte dann wieder weiter. Er ist von der Bildmitte aus betrachtet direkt neben der ersten Kiefer links - der braune Fleck am Fuß des Baumes.


Kurz nach ihm kam auch schon der Grund für sein hastiges Gehoppel: Katzeeee! (Genau in der Mitte des Bildes - ich konnte einfach nicht näher rangehen und mein Zoom reicht nicht allzuweit.) Als sie mich sah, starrte sie mich einige Augenblicke an, und die Zeit nutzte der (übrigens viel größere) Hase, um zu entkommen.


Und ein paar wunderschöne blaue Blüten habe ich auch noch entdeckt:


Merke: Manchmal muß man echt nur 2 Straßen weiter.


Ich liebe diesen Text.

(Und auch diese wunderschöne Interpretation, auch wenn ich einwenden möchte: Man muß nicht aus der Zeit gehen, nur um zu atmen. Brahms dachte sich schon was bei dem Rhythmus.)

Freitag, 24. Mai 2013

Flammkuchen | 31 Bücher

Einen Wochenrückblick muß ich wohl nach einer Woche wie dieser nicht schreiben, ich war einfach nur krank und das war doof. Aber heute geht es mir immerhin wieder gut genug, um mich frisch, fromm, fröhlich, frei (naja) wieder an die 31 Bücher zu wagen. Vorher jedoch zeige ich Euch eben, was ich gerade zu mir nehme, nämlich einen sehr leckeren und sehr einfach zu machenden Flammkuchen:

Man nehme eine Packung Fertig-Flammkuchenteig aus dem Kühlregal. Der ist nämlich vegan, wenn man den Packungsangaben trauen kann. Man rolle ihn auf Backpapier aus  und normalerweise sollte man ihn jetzt mit Crème Fraîche bestreichen, die ich natürlich nicht im Hause habe. Ich habe aus einem Schwapps Sojacuisine und einen Schwapps passierter Tomaten eine Sauce gemischt und dünn aufgestrichen, dann das Ganze mit Rosmarin bestreut. Dann eine Zwiebel hacken und drüberkrümeln.


Als nächstes habe ich zwei große Tomaten in dünne Scheiben geschnitten und draufgelegt, sie dann sehr vorsichtig mit etwas Brühpulver bestreut und dann grob gehackte Bärlauchblätter oben drauf getan.


Zu guter Letzt noch ein wenig veganen Pizzakäse drauf, weil ich das einfach mag. Ich glaube, Flammkuchen ist eigentlich ohne Käse, aber egal. Knappe Viertelstunde im Ofen und… yummie.


Und für die 31 Bücher habe ich ein bißchen was nachzuholen. Also schön:

[Tag 13] Ein Buch, das Du sehnsüchtig erwartest:

Es gibt keines, es sei denn, wir kommen nochmal auf Tag 6 zurück. Es gibt einige Bücher, auf die ich mich freue. Sollten zum Beispiel die Gaia Girls Bücher schon fertig sein, oder die Fortsetzung von "Grau", würde mich das freuen.

[Tag 14] Ein Buch, das Du schon immer haben wolltest:

Das kommt mir schon wieder wie dieselbe Frage vor. ;-) Also schon immer wollte ich kein Buch haben. Ich habe mir oft bestimmte Noten gewünscht und früher oder später auch bekommen oder gekauft. Ich hätte schon seit langem gerne mal eine Ur-Bibel, falls es sowas überhaupt gibt. Ich hätte gerne das originale Antiphonary of Bangor, das leider nicht vollständig überliefert ist. Und noch so einiges. =)

[Tag 15] Augen zu - und irgendein Buch aus dem Regal nehmen…:

Ich habe 8 Bücherregale und einfach mal in das gegriffen, das überwiegend mit Märchen und Fantasy gefüllt ist: Wilhelm Hauff Märchen.

[Tag 16] Ein Buch, das Du als Nächstes lesen möchtest:

Homer - Odyssee, liegt schon bereit.

[Tag 17] Ein Buch, das Dich erst ganz spät überzeugen konnte:

"Die Wolfsfrau" von Clarisa Pinkola Estes. Ich hatte es mal angefangen und konnte mich dann irgendwie nie aufraffen, es wirklich zu lesen. Und jetzt habe ich auf die eindringliche Empfehlung einer Freundin hin (hier ihre Amazonrezension) einen neuen Versuch gestartet. Auch wenn ich nicht so geflasht bin wie sie, lese ich es doch mit anderen Augen als damals und erkenne hier und da eigene Verhaltensmuster wieder oder auch die anderer Menschen um mich herum. Was mich nach wie vor stört, ist dieser Schwerpunkt auf den Frauen. Ich bin der Meinung, Männer durchleben genau dieselben Gefühlswelten wie wir, sie können ebenso wie wir in einer Blautbart'schen Abhängigkeitsbeziehung leiden, sie können naiv sein und was weiß ich. Ich kann dieses Weiblichkeitsgeschwafel nur schwer ertragen und Formulierungen wie "die Frau tut" lassen meine Hutschnur platzen. Aber ich ersetze das beim Lesen jetzt innerlich einfach immer mit "der Mensch", dann geht es.

So, damit ist Halbzeit bei "31 Tage - 31 Bücher". In der zweiten Hälfte werden die Fragen interessanter, finde ich. =)

Habt alle ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Autschn 03


Ich bin nicht gerne krank. Ich hasse es, nicht über all meine körperlichen Kräfte verfügen zu können. Und weil die Erkältung sich in den letzten Tagen so richtig schön festgesetzt hat, bin ich heute nochmal zum Arzt und habe mich krankschreiben lassen, denn ich huste mir die Seele aus dem Leib, schnoddere  unfroh vor mich hin und fühle mich wie runtergeschluckt und wieder ausgespuckt.

Wegen meiner Ohnmacht und der daraus resultierenden Beulen am Kopf habe ich mir eigentlich nicht weiter Gedanken gemacht, aber nachdem 2 Freundinnen sich offenbar in den Kopf gesetzt haben, mir das Leben zur Hölle zu machen, wenn ich den meinen nicht ansehe lasse, bat ich heute beim Hausarzt auch noch um eine Überweisung zum MRT. Das wurde sofort abgelehnt. Und zwar nicht mit der Begründung, es gäbe aus ärztlicher Sicht keinen Anlaß dafür, sondern mit den Worten: Das ist zu teuer. Ich konnte nur starren. Meine Ärztin eierte ein wenig herum, sagte, die Wartezeit für's MRT betrüge hier ohnehin mindestens ein Vierteljahr (was mir ja vorher klar war) und murmelte was von CT. Ich fragte, was das sei, und sie meinte, etwas weniger teures, mit dem man allerdings auch nur Blutgerinnsel im Kopf erkennen könne. Ich sagte, das würde mir ja schon reichen. Sie sagte, das wäre aber ein unerhörter Aufwand. Da müßte ich vorher bei ihr noch zum Blutabnehmen kommen, denn die Werte würden gebraucht, und das würde für ihre Praxis noch mehr Arbeit bedeuten. Ob ich nicht einfach zum Röntgen gehen könne, da würde man immerhin noch sehen, ob ich eine Schädelfraktur habe. Ich starrte erneut und sagte dann: Wissen Sie, ich bin ohnmächtig auf den Kopf gefallen und möchte jetzt einfach nur wissen, ob das Konsequenzen hat. Daß mein Schädel nicht gebrochen ist, weiß ich auch so. Und dann habe ich angefangen zu heulen (peinlich, peinlich), weil mir das alles einfach zuviel wird. Da sitze ich 1,5 Stunden im Wartezimmer, huste wie bescheuert und gehe sowieso schon auf dem Zahnfleisch, und dann wird mir doch ernsthaft erklärt, eine Untersuchung werde aus Kostengründen abgelehnt. Ich wollte nicht melodramatisch fragen, ob sie im Falle eines Gerinnsels in meinem Schädel auch meinen Eltern raten würde, die Beerdigung aus Kostengründen abzulehnen. Ich will diese scheiß Untersuchung gar nicht und dann muß ich sie mir auch noch erbetteln.
Jedenfalls habe ich jetzt eine Überweisung für Röntgen und CT und natürlich geht in der dafür zuständigen Klinik niemand ans Telefon. Gnädigerweise wurde ich morgen zu unchristlich früher Zeit noch zum Blutabnehmen eingeschoben und alles in allem habe ich die Schnauze gestrichen voll.

Ich bin bis Freitag krankgeschrieben und werde jetzt erstmal eine gefühlte Hundertschaft Schüler anrufen und den Unterricht absagen, weil das meiner Stimme ja auch so gut tut. Ich hab miese Laune und bin sogar versucht, diesen Post mit den Worten "und überhaupt" zu beenden, so weit ist es schon.

Und überhaupt.

Sonntag, 19. Mai 2013

31 Bücher und Wochenende

Weil ich gestern einfach nicht konnte wegen Fieber und Ähbäh, heute 2 Bücher an einem Tag:

[Tag 11] Ein Buch, das Du immer wieder lesen würdest:

Da würde ich vermutlich meinen Gedichtband von Rainer Maria Rilke nennen. Obwohl es auch hier eine ganze Reihe von Büchern gibt, auf die das zutrifft, und die ich auch schon wiederholt gelesen habe.

[Tag 12] Das Buch, das Du am meisten gelesen hast:

Als Kind war das vielleicht Heidi, das ich mal Weihnachten von meiner Tante aus dem Westen geschenkt bekommen und in einer Nacht durchgefressen habe.



(Wie man sieht, waren damals meine Haare glatt und meine Augen noch blaugrau. Ist das nicht interessant? Und auch dieser Kassettenrecorder war ein Westgeschenk und hat mein Leben verändert. Zum einen habe ich begonnen, Musik bewußt zu hören, weil ich sie aufnehmen konnte, zum anderen hatte ich zum ersten Mal ein Technikspielzeug in der Hand und damit viel Spaß.)
Oder auch der Schatz im Silbersee. Schließlich war ich damals im Herzen ein Indianer. Mein Fahrrad hieß Hatatitla.
In Schulzeiten habe ich dann sehr, sehr oft den dtv-Atlas Musik gelesen.

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Nachdem ich ganze 4 Stunden geschlafen habe (konnte einfach nicht einschlafen) und jetzt schon die erste Inhalation hinter mir habe, werde ich jetzt mein vor einigen Tagen von Papa aufgebautes Bücherregal wiederbefüllen - Noten, Noten, Noten… - und es ansonsten ruhig angehen lassen bis zum Nachmittag, wo ich bei meinen Eltern eingeladen bin, um mit meiner Mama die gemeinsame Reise nach Irland zu planen. Die Freundin, mit der ich ursprünglich fliegen wollte, kann überraschend nicht (und ihr blutet angemessen das Herz), und da dachte ich mir, ich frag mal die Mama, denn Köter sei Dank hat sie wenig Möglichkeiten zu Auszeiten, die sie dringend braucht, und da sie kein Wort Englisch spricht, würde sie ohnehin nirgendwo auf der Welt alleine hinfahren. Ich freu mich wie Bolle, daß sie wirklich mitkommt.


Martin Böttcher ist ein großer Mann. Und ich fürchte, Winnetou wird immer meine große Liebe bleiben. ^^